Wir werden mit dieser Aktion den Verein "Frauen helfen Frauen - Frauenhaus in Esslingen e.V." unterstützen, indem wir eine Patenschaft für die Kinder im Frauenhaus übernehmen.
1982 wurde der Verein „Frauen helfen Frauen- Frauenhaus Esslingen e.V.“ gegründet. Neben dem Öffentlichmachen von Gewalt gegen Frauen, ging es den aktiven Vereinsfrauen um die Einrichtung einer Zufluchtsstätte für misshandelte Frauen und deren Kinder. Seit 1985 besteht nun das Frauenhaus und bietet Platz für insgesamt 17 Personen.
Für viele Frauen und Kinder ist die Flucht ins Frauenhaus oft der letzte Ausweg um der physischen und psychischen Gewalt zu entkommen. Oft sind nicht nur die Frauen, sondern auch die Kinder den Übergriffen des Vaters oder des Stiefvaters ausgesetzt. Doch auch wenn sie die Misshandlung und Bedrohung der Mutter „nur“ miterleben sind sie Opfer. Die erlebten Gewalttaten sind für die Kinder sehr irritierend, weil der Vater oder Partner der Mutter, der Schutz geben sollte, zum Misshandler wurde. Die Gewalt fand im eigenen Zuhause statt, wo sich die Kinder eigentlich sicher und geborgen fühlen sollten. Die Folgen erlebter Gewalt sind oftmals gravierend: z.B. Schuldgefühle, Schlafstörungen, Bettnässen, Aggressionen, Angst, Lernstörungen, Ohnmachtsgefühle etc.
Durch die Flucht ins Frauenhaus ergibt sich eine neue und für die Kinder mitunter auch schwierige Situation. Da sie die gewohnte Umgebung verlassen müssen alte Kontakte abgebrochen werden und neue aufgebaut werden. Hinzu kommt, dass die Kinder neuen Freunden nicht erzählen dürfen wo sie wohnen und im Frauenhaus auch keinen Besuch bekommen dürfen.
Doch das Frauenhaus bietet für die Kinder vor allem einen Schutzraum. Da das Frauenhaus ein gewaltfreier Ort ist, können auch Sicherheit vermittelt und weitere Verletzungen verhindert werden.
Die Mütter sind durch die neue Situation sehr belastet und müssen zunächst einmal ihr „neues Leben“ organisieren. Manche Mütter, die in dieser Situation in ständiger Angst und Verzweiflung leben, sind nicht in der Lage auf die emotionalen Bedürfnisse ihrer Kinder ausreichend einzugehen. Und umgekehrt wollen die Kinder ihre Mütter oft nicht mit dem eigenen Kummer der Trennung, ihrer Ohnmacht, Angst und Wut belasten. Auch ihre Angst um die Mutter und ihre Loyalitätskonflikte gegenüber dem Vater können sie oft nicht mit der Mutter besprechen.
Diese Kinder benötigen im Frauenhaus besondere Zuwendung und Hilfe. Ebenso wie die Frauen brauchen sie eine eigene Ansprechpartnerin, die sie in ihrer Persönlichkeit wahrnimmt, wertschätzt und ihre Interessen vertritt.
Der Verein erhält für den Mädchen- und Jungenbereich jedoch keine Mittel der öffentlichen Hand. Durch eine Patenschaftsaktion konnte seit 1999 allerdings eine dringend benötigte 70% Stelle geschaffen werden. Diese wird seither durch verschiedene Spenden finanziert. Dadurch können regelmäßige Angebote für die Kinder verwirklicht werden. Sie bilden einen verlässlichen Rahmen, in dem die Mädchen und Jungen im Mittelpunkt stehen. In Form von Kindergruppen, Mädchen- und Jungengruppen, Müttergruppen, Einzelstunden, Gespräche Hausaufgabenbetreuung etc. werden die Ansprüche der Kinder aufgenommen. Die für die Kinder zuständigen Mitarbeiterinnen agieren als Fürsprecherinnen, um so bei Konflikten zu guten Lösungen zu gelangen. Durch diese Angebote soll es den Mädchen und Jungen auch ermöglicht werden ihre Erfahrungen aufzuarbeiten und neue Verhaltensmuster entdecken und lernen zu können. Durch Reflektion der Rollen als Mädchen, Sohn, Geschwister (und in der Müttergruppe als Mutter) möchten wir ein positives Verhältnis zur Umwelt vermitteln. Die Arbeit mit Mädchen und Jungen im Frauenhaus ist somit auch unter langfristigen gewaltpräventiven Gesichtspunkten wichtig.
[Arbeitsbeschreibung]
|
|
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 8. Juli 2007 )
|